Wenn der 1. August Angst macht ...

Der 1. August … für viele (wenn nicht für die meisten) Tiere ein Tag voller Schrecken und Angst. Während die einen feiern, verkriechen sich die anderen unter Bett und Tisch, ziehen sich zitternd ins Badezimmer zurück oder irren rastlos in ihrem Zuhause hin und her. Ganz zu schweigen von den Tieren im Stall, auf dem Feld oder im Wald…

Auch für mich ist der 1. August kein Freudetag. Zu sehr leide ich mit. Ich kann die Angst und die Verunsicherung der Tiere förmlich spüren und ich fühle mich hilf- und machtlos. Wie gerne würde ich all diese wundervollen Wesen beschützen indem wir feiern ohne laut zu krachen, zu lärmen und den Himmel zu verfärben.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Feuerwerke, die bunten Farben am Himmel, die schöne Musik dazu und die staunenden Menschenmassen die gebannt hochblicken. Und es ist mir fern, Menschen zu verurteilen, die das feiern und sich auf diese Feuerwerksgeladenen Tage freuen.

Und dennoch gibt es da eine Gruppe, für die es Angst und Schrecken bedeutet, die nicht versteht, was passiert und denen es schwerfällt, einzuordnen, ob grosse Gefahr droht oder doch alles in Ordnung ist. Und genau da ist es mir wichtig zu helfen.

Können wir auch nicht die Welt verbessern oder die Menschen eines Besseren belehren, so können wir zumindest unsere Tiere auf diesen Tag vorbereiten und versuchen, ihnen wenigstens einen Teil des Stresses zu nehmen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Kinesiologische Vor-und Nachbereitung, indem wir den Stress auf diese Erlebnisse auflösen und das Tier in seine Kraft bringen. Da begleite ich euch gerne.
  • Beruhigungshelfer (SOS Bachblüten Tropfen, Pomander von Aura-Soma, Zylkène Kapseln – beim Tierarzt erhältlich, etc.)
  • Mit Hunden am Morgen lange Spaziergänge machen, damit sie sich auspowern können und ruhiger sind.
  • Fenster und Läden schliessen bevor es los geht.
  • Einen sicheren Rückzugsort einrichten.
  • Katzen bevor es los geht in der Wohnung behalten.
  • Mit den Tieren zu Hause sein.
  • Wenn dein Hund das mag, beruhigende, leise Musik laufen lassen.
  • Ruhig bleiben.
  • … 

Aber am Wichtigsten erscheint mir für das Tier da zu sein. Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, das Gefühl von "alles ist in Ordnung" zu vermitteln und Geborgenheit zu schaffen. 

Das bedeutet nicht, das Tier ständig zu streicheln und ohne Unterbruch auf es einzureden. Im Gegenteil, dadurch verstärken wir oft noch die Ängste. Denn warum sollten wir uns so über"mütterlich" aufführen, wenn keine Gefahr droht? Nein, es bedeutet einfach da zu sein, entspannt und doch aufmerksam, ruhig aber klar.

Ich kann euch nicht versprechen, dass alles gut wird, wenn ihr all diese Vorkehrungen trefft, aber aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es leichter werden kann. Dass die Angst weniger wird, dass statt Panik und Schrecken "nur" noch ein unangenehmes Gefühl da ist. Dass es möglich ist, diesen Tag ohne grosse Zwischenfälle zu verbringen und ohne auf der Notfallstation in der Tierklinik zu landen, weil das Tier aus dem Schrecken nicht mehr heraus kommt.

In diesem Sinne, wünsche ich euch von Herzen, dass ihr einen Weg findet, eurem Tier die Angst zu nehmen und gemeinsam einen entspannten 1. August verbringen könnt.

Und wenn ihr Hilfe braucht, unterstütze ich euch von Herzen gerne. Den genau das ist die Arbeit mit Tieren für mich, eine Herzensangelegenheit.

Eure Sabi